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3. Tag, Sa.
01.09.2008
Strecke: St. Rhémy (1.619m) – Col de Champillon (2.708m) – Ollomont (1.356m)
Start: 9:19 Höhenmeter:
1.289 m Anstieg, 1.494 m Abstieg, 21,31 km
Zeit ohne große Pause, incl. Trink- und Fotopausen: 06:38:22
Über Nacht und in der Früh hat es geregnet. Danach ist teilweise die Sonne heraus gekommen.
Da es in der Früh regnete hatten wir es irgendwie überhaupt nicht eilig. Wir gruben schon einmal die Regenbekleidung aus dem Rucksack und begaben uns um kurz nach 8 Uhr zum Frühstück. Hier gab es ein typisch „kleines italienisches“ Frühstück. Irgendwie trödelten wir dann noch herum und unterhielten uns noch ein wenig mit dem deutschen Paar das auch im Hotel übernachtet hatte. Als wir dann mit der Regenmontur starten wollten, kam pünktlich zu unserem Tour-Start die Sonne heraus. Also wieder die Regensachen verstauen und dann konnte es endlich los gehen. Zunächst geht der Weg nur leicht steigend, bevor man dann fast 10 km ziemlich auf einer Höhe durch Lärchenwald bei verschiedenen Alpen vorbeiläuft. Man umläuft im Prinzip einen Berg und gelangt so von einem Tal vom Val Ferret in das andere und zwar ins Valpelline. Bei einer Alpe deren Name ich leider vergessen habe, fängt dann ein steiler und schöner Pfad an. Hier trifft man dann auf die Alta Via Numero Uno. Der Pfad quert später steil ansteigend ein wenig die Hangseite und weiter oben öffnet sich dann ein Hochtal, wo man dann schon zur linken Seite den Col Champillon sehen kann. Von hier aus warten dann noch knappe 400 Höhenmeter. Da das Wetter wieder etwas zuzog sind wir dann in einem etwas schnelleren Tempo bis zum Col Champillon (2.708 m). Da es am Pass ziemlich zugig war, sind wir gleich weiter und zur Rifugio Champillon (2.435 m) abgestiegen. Dort sind wir eingekehrt und haben uns zum Mittagessen Spaghetti gegönnt. Das Hüttenpersonal empfanden wir als sehr freundlich. Gleichzeitig mit uns kamen auch drei Brüder aus Deutschland an, die auf der Alta Via No. 1 unterwegs waren. Wir tauschten uns noch ein wenig über die Unterkunftsmöglichkeiten aus. Nach unserer Pause sind wir dann weiter abgestiegen. Bei einer kleinen Kapelle sind wir dann ein Stück falsch gelaufen, weil wir der Fahrstraße weitergefolgt sind. Man muss allerdings direkt den Pfad bei der Kapelle links abwärts folgen. Hier war die Beschilderung nicht so ganz eindeutig, aber man macht nichts falsch, wenn man der Markierung mit der Nr. 2 folgt. In Ollomont-Rey gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit. Da die 3 Deutschen Brüder uns davon abrieten suchten wir eine andere Möglichkeit und fanden im Ortsteil Ollomont-Vouece das Hotel Mont-Gelé. Dort bekamen wir ein Zimmer, allerdings ohne Halbpension. Die Wirtin empfahl uns für das Abendessen das Ristorante La Luce, welches uns auch schon die 3 Deutschen empfohlen hatten. Doch leider hatte es an diesem Abend Ruhetag. Auch die anderen beiden Ristorante hatten zu, weil die Saison am 31. August endet. Das nächste Restaurant wäre also in Valpelline gewesen, also sind wir hungrig wieder zurück zum Hotel. Wir fragten unsere Wirtin ob sie nicht ein wenig Brot habe, aber sie hatte Mitleid mit uns und meinte wenn wir uns ein wenig gedulden, dann kocht sie uns etwas. Wir bekamen dann noch ein wunderbares Abendessen aus der Region mit Suppe, Polenta, Erbsen, Käse, Wurst und einen wunderbaren Kuchen zum Nachtisch. Das war sehr, sehr nett von den Wirtsleuten und wir können das Hotel nur wärmstens empfehlen! Satt und mit vollem Magen sind wir dann bald ins Bett. Ich hatte dann allerdings leichte Magenprobleme, weil ich wahrscheinlich zu viel gegessen habe.
4. Tag, Sa. 02.09.2008
Strecke:
Ollomont (1.356m) – Col de Brison (2.480 m) – Closé (1.457m) – Dzovenne (1.575m)
Start: 8:55 Höhenmeter:
1.416 m Anstieg, 1.258 m Abstieg, 17,14 km incl. Abstecher zu einer Alpe
Zeit ohne große Pause, incl. Trink- und Fotopausen: 05:33:48
Schönes Wetter. Auf den hohen Gipfeln zogen die Wolken.
Nach dem Frühstück unterhielten wir uns noch mit unserer netten Wirtin. In Ollomont ist die Saison im Juli und August. Das Hotel hat noch bis 15. September offen, aber eigentlich ohne Halbpension. Wenn man vorreserviert ruft sie einen Koch an. Ansonsten ist noch über Weihnachten und Neujahr Saison. Es gibt einen kleinen Skilift und eine Loipe. Unsere Wirtin ist eigentlich Lehrerin für Französisch in der Stadt Aosta. Ihr Mann arbeitet in einem Büro ebenfalls in Aosta. Vom Tourismus allein können sie hier wohl alle nicht leben.
Im Hauptort von Ollomont, also dort wo die Kirche steht, gibt es noch einen kleinen Laden, in dem wir noch unsere Mittagspause eingekauft haben und dann geht es kurz vor der Kirche relativ steil in Richtung Col de Brison (2.480 m). Wir folgten den Wegweisern der Alta Via No. 1. Auf einer Alpe biegt man dann rechts ab und es geht dann z.T. relativ steil hinauf zum Col Brison. Bei Nässe ist es sicher nicht ganz so angenehm zu laufen. Am Col angekommen steht ein Schild mit der Höhe von 2.480 m, aber mein GPS zeigte 2.530 m an und auch die Höhenuhren von Daniela und Rainer zeigten eine Höhe von über 2.500 Metern an. Da die Etappe heute nicht so lang ist und es am Pass recht angenehme Temperaturen hatte, machten wir eine ziemlich lange Pause. Zwischendurch zeigte sich sogar der Mont Combin (4.314 m). Im Süden glaubten wir ab und zu den Gran Paradiso (4.061 m) zu erkennen. Dabei waren wir uns aber nicht ganz sicher. Leider verstellten immer wieder Wolken die freie Sicht auf die grandiosen Berge. Am Col Brison trafen dann nach und nach weitere Wanderer ein, so dass wir dann auch wieder aufbrachen und den Platz räumten. Zunächst ging es zur Alp Brison. Dort war ein Wegweiser mit 15 min. zu einer Alpe angegeben. Da Nathalie in ihrem Bericht zum Walserweg einen Abstecher mit schöner Aussicht auf den Stausee Lago Moulin, allerdings bei Sucheaz angegeben hat, probierten wir den Pfad mal aus. Es war dann auch ein recht netter Platz und ein paar zusätzliche Höhenmeter, doch man muss nicht unbedingt dorthin laufen. Ob das der angegeben Abstecher von Nathalie ist, wissen wir nicht genau, aber vermutlich wird er es sein. Zurück auf der Alp Brison machten wir eine längere Pause. Dort konnten wir uns noch sonnen und sind dann über die Alp Suchaez nach Close. Dann sind wir links der Straße gefolgt und haben zwischen Chentre und Dzovenne also in der Frazione Lexert im Hotel Valentino eine Unterkunft gefunden. Das hatte uns die Wirtin von Ollomont schon empfohlen. Wir bekamen ein günstiges Zimmer mit Halbpension, mussten aber zum Camping-Platz ca. 200 m entfernt vom Hotel zum Abendessen. Das war allerdings reichhaltig und gut. Auch im Hotel waren sie sehr nett und freundlich. Am Abend hatten wir dann Lagebesprechung weil uns die Etappe für den kommenden Tag zu langweilig und kurz erschien. Drei Möglichkeiten standen im Raum. Zunächst die angegebene Tour und dann evtl. beim Rifugio Prarayer noch eine Tour mit leichtem Gepäck unternehmen. Dann stand noch im Raum über die Alp Berrier (2.198 m) und dann weiter über den Plan Marmottin (2.541 m) nach La Tsa (2.239 m) und weiter über Grand Chamin (2.018 m) zur Prarayer-Hütte (2.005 m) zu gelangen. Als Alternativvariante von Chez Chenaz auf nach La Tas (2.239 m) und über Grand Chamin (2.018 m) zur Prarayer-Hütte. Wir entschieden uns dann für die Variante von Chez Chenaz auf die Alp Tsa und weiter.
Nützliche Links:
Walser
in den Alpen
Tour des Combin (TDC)
Alta Via Valle d`Aosta
Region
Autonome Vallée d`Aoste
Valle d`Aosta
Hotel Suisse - Bourg de
Saint-Rhémy
Commune Ollomont
Bionaz Tourismus
Bionaz.de
Commune Bionaz
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